weibliche B- und C-Jugend bereiten sich mit Trainingslager und LEW-Cup auf Qualis vor
Ab Mai wird es wieder ernst für die Handballerinnen des TSV Schleißheim, denn dann stehen die Qualifikationsturniere vom Bayerischen Handballverband (BHV) an. Nachdem die weibliche B-Jugend hauptsächlich aus dem jüngeren Jahrgang besteht, hat man sich hier für die Meldung in der Oberliga (ehemals Landesliga) entschieden. Die weibliche C-Jugend kämpft sogar um den Einzug in die Regionalliga (ehemals Bayernliga).
Um sich bestmöglich auf die Turniere vorzubereiten, stand in der ersten Woche der Osterferien das Ostercamp in der Hallenbadhalle auf dem Programm. Hier wurde täglich von 9-17 Uhr an der körperlichen Fitness und spielerischen Elementen gearbeitet. Obwohl ferienbedingt nicht alle Spielerinnen zur Verfügung standen, war das Trainerteam dennoch sehr zufrieden mit den sehr engagierten und positiven Eindrücken aus der Trainingswoche. Am ersten Tag absolvierte man einen sehr erfreulichen Leistungstest, der in den folgenden Tagen sich in Form von Muskelkater bemerkbar machte. In der Mittagspause wurde an den Strafenkatalogen, der Einteilung von Mannschaftsämtern (Warten) und einer starken Aufwärm-Choreo gearbeitet.
Am Dienstag und Donnerstag standen Teamevents auf dem Programm. Dabei stellten sich die Trainer den Mädels im LaserTag in den Weg, wo sich die Mannschaft sehr zielsicher zeigte. Beim zweiten Event absolvierte man mit Spezi, Pizza, Twister und UNO einen lustigen Spieleabend in der Halle.
Am Samstag fuhren die B-Mädels zum LEW-Jugendcup nach Schwabmünchen. Leider standen hier nur fünf etatmäßige Spielerinnen aus der B zur Verfügung. Durch Unterstützung von drei C-Jugendlichen konnte das Turnier dennoch angetreten werden. Auch die fehlende Torfrau tat der Stimmung keinen Abbruch.
Im ersten Spiel traf man auf die JSG Wallstadt, der man sich nach 16 Minuten äußerst unglücklich mit 10:11 geschlagen geben musste. Hierbei verspielte der TSV mangels besserer Chancenverwertung und dem fehlenden letzten Schritt in der Abwehr völlig unnötig eine 8:5- und 9:7-Führung, dennoch nahm man viel Positives aus dem ersten Spiel. Nach einem schnellen Hallenwechsel traf man kurze Zeit später auf den TSV Eintracht Dachau-Karlsfeld. Vor allem Bruna und Helli waren hier bis in die Haarspitzen motiviert und trieben ihre Teamkolleginnen zu einem hochverdienten 10:8-Erfolg. Vor allem ein 5:0-Zwischenspurt von 3:4 auf 8:4 war ausschlaggebend für den Sieg. Auch gegen die JSG Friedberg-Kissing rechnete man sich einiges aus und die Mädels performten weiterhin stark. Mit 4:0 legte der TSV gleich zu Beginn die Basis für den nie gefährdeten 13:10-Start-Ziel-Sieg. Im vierten Spiel war schnell klar, dass gegen den favorisierten TSV Schwabmünchen nichts zu holen war. Die Gastgeber legten schnell auf 1:7 vor und bauten den Vorsprung bis zum Ende auf 7:16 aus. Wer sollte es dem Team verdenken, dass nach drei knappen und anstrengenden Spielen die Laufarbeit gegen die extrem bissige und offensive Abwehr auf der Strecke blieb und man sich so zu deutlich geschlagen geben musste. Der dritte Platz war im Dreiervergleich nicht mehr zu nehmen und so schaltete der TSV gegen den völlig verdienten Gruppensieger SG Zweibrücken in den Sparmodus. Vor allem Emma und Lara benötigten eine Pause, spielten diese die ersten vier Spiele durch. Folgerichtig unterlag man deutlich mit 3:11. Somit ging es in den Platzierungsspielen um die Plätze 5-8. Dem Team merkte man die Anstrengung des Tages deutlich an, hatte man zudem noch eine anstrengende Woche Trainingslager in den Beinen. Auf der anderen Seite merkte man aber auch den unbändigen Willen, mit der bestmöglichsten Platzierung nach Hause zu fahren. Über eine unvorstellbare Energieleistung legte man mit 5:1 und 6:3 gegen den TSV Ottobeuren vor. Der Vorsprung schmolz und kurz vor Ende sah man sich sogar einem 7:8-Rückstand ausgesetzt. Schleißheim behielt die Nerven, mobilisierte die letzten Reserven und kam zum 8:8-Ausgleich, der bis Spielende Bestand hatte. Nachdem es ein KO-Spiel war und ein Sieger benötigt wurde, musste das 7m-Werfen entscheiden. Emma behielt die Nerven und Lara entschärfte gleich den ersten Strafwurf. 9:8, wir standen im Spiel um Platz 5 – saustark, bzw. saustork, denn hier traf man auf die Störche vom MTV Stadeln. Bis zum 4:4 loderte noch ein Restfunken Feuer in den zusehend müder werdenden Spielerinnen, der 0:3-Lauf zum 4:7 war jedoch der Stimmungskiller. Der Akku war leer, die letzten Reserven aufgebraucht, es ging nahezu nichts mehr gegen die Tempohärte des MTV. Das 6:16 am Ende verdeutlicht das dann leider auch auf der Anzeigetafel und so verabschiedete man sich mit dem kleinsten Kader, ohne etatmäßige Torfrau und sehr, sehr müden und schweren Beinen, aber mit unfassbar viel Charakter und Herzblut nach einer anstrengenden Trainingslager-Woche mit einem starken sechsten Platz im Mittelfeld des Turniers und steht damit ungefähr da, wo man in der Qualifikation hinmöchte.
Für den TSV Schleißheim wB spielten:
4 Bruna (1.+3.+6. Spiel im Tor), 14 Helli (4.+teils 7. Spiel im Tor), 17 Lisa, 21 Lara (5. Spiel im Tor), 25 Lena, 27 Sarah K. (2.+teils 7. Spiel im Tor), 30 Ida, 99 Emma S.
Trainer: Moritz Popp, Dominik Stelzer

Nach zwei Trainingseinheiten in der zweiten Osterferienwoche stand am Samstag die C-Jugend beim LEW-Cup im Fokus. Mit neun Spielerinnen und einer Torfrau war das Team gut aufgestellt und konnte gute Erkenntnisse für die anstehenden Qualifikationsrunden erlangen.
Freud und Leid liegen im Sport oft sehr nah beinander. In der wahrscheinlich stärksten Gruppe, der Todesgruppe drei war es vor allem im zweiten Spiel zwischen dem TSV Schleißheim und der SG Zweibrücken der Fall. Mit einem Sieg wäre die Qualifikation für die A-Playoffs gesichert und man spielt um die Topplätze 1-8, im Falle einer Niederlage drohte der Gang in die B-Playoffs, was den Kampf um die Plätze 9-12 bedeuten würde. Dem Team war das bewusst und der TSV erwischte den deutlich besseren Start. Über 2:0, 3:1, 5:3 legten die Münchnerinnen bis auf 7:4 vor. Nachdem die SG von 8:6 auf 8:8 gleichzog drohte das Spiel zu kippen, allerdings schaffte Schleißheim erneut in Führung zu gehen (9:8) und kurze Zeit später den ersten Rückstand (9:10) postwendend auszugleichen (10:10). Der letzte Angriff sollte den Bayern gehören, doch wegen einem zu hoch angesetzten Pass segelte der Ball ins Seitenaus. Das Angriffsrecht wechselte und mit der Schlusssirene holte die SG über die Linksaußen einen unstrittigen Siebenmeter raus. Treffer versenkt, 10:11 verloren. Bitter! Am Ende fehlte ein wenig die Ruhe und Kaltschnäutzigkeit, das enge Spiel für sich zu entscheiden. Die Trainer waren dennoch Stolz auf ihre Mannschaft, hatten diese ihr Herz auf der Platte gelassen und einen starken Gegner (Regionalliga 4. Baden-Württemberg) fast in die Knie gezwungen. Im ersten Spiel gewann Schleißheim gegen den Oberliga Süd-Meister SG Kempten-Kottern mit 10:9 und hatte sich so in diese gute Ausgangssituation gebracht. Nach einem durchwachsenen Beginn (0:2), glich man erstmals zum 3:3 aus und zog kurze Zeit später auf 8:4 davon. Am Ende erlaubte sich der TSV zu viele Fehler und musste in den Schlusssekunden noch um den Sieg bangen, rettete jedoch den knappen Erfolg auf der einen Seite verdient, andererseits durch die unnötige Hektik auch etwas glücklich über die Zeit. Im letzten Spiel war gegen den Gruppensieger und Oberliga Nord-Meister von der JSG Fürther Land nichts zu holen, die einen souveränen 16:8-Start-Ziel-Sieg einfuhren. Am Ende fehlten im zweiten Spiel zwei bessere Torabschlüsse (die Chancen waren vorhanden) oder zwei bessere Abwehraktionen (mehrfach verpassten die Fingerspitzen knapp den Ball) zum Einzug in die A-Playoffs und Schleißheim musste den bitteren Gang in die B-Playoffs antreten. Dort wollte man das Turnier mit zwei Siegen und dem neunten Platz abschließen. Im Halbfinale um die Plätze 9-12 traf man auf den MTV Stadeln, den die Mädels zwar völlig verdient mit 9:8 bezwangen, dabei jedoch eine frühere Vorentscheidung deutlich verpassten. Kurz vor Ende lagen die Franken sogar nochmal mit 7:8 in Führung. Besser machte es der TSV im letzten Spiel um Platz neun gegen den TSV Allach 09. Bis zum 5:5 blieb Allach auf Schlagdistanz, ehe man über eine starke Defensive auf 10:5 davonzog und das Duell und damit den neunten Platz für sich entschied. Erfreulicherweise konnte man so das Turnier mit zwei Siegen versöhnlich anschließen, so dass man insgesamt sehr zufrieden mit dem langen Turniertag sein und gute Erkenntnisse für die schwere Regionalliga-Qualifikation ab Mitte Mai sammeln konnte.
Das Endergebnis der Gruppengegner (JSG Fürther Land: 2., SG Zweibrücken: 4.) zeigte, dass man in der absoluten Todesgruppe war und was mit einem Einzug in die A-Playoffs ggf. alles möglich gewesen wäre.
Für den TSV Schleißheim spielten:
2 Ece (Tor) – 5 Finja, 14 Emma N., 19 Anna, 23 Beatrice, 27 Sarah, 31 Elena, 46 Natana, 64 Helena, 99 Emma S.
Trainer: Moritz Popp, Dominik Stelzer






Die Mädels glänzten dann auch noch am Sonntag mit zahlreicher Anwesenheit bei der Reinigung der Beachplätze. So war nach rund einer Stunde der Sand von Wurzeln, Stöcken und Steinen befreit und ist damit für die Sommersaison gerüstet. Danke Mädels, wir sind Stolz auf Euren Einsatz!



