wC: Sprung auf den sechsten Platz verpasst

Déjà-vu: Deutschland – Serbien 2.0

Wer sich am Sonntagvormittag in die Jahnhalle von Oberschleißheim begab, erlebte ein Déjà-vu. Zu frisch war die 27:30 (17:13)-Niederlage der deutschen Herrennationalmannschaft am Vorabend bei der Europameisterschaft gegen Serbien.

Bei der weiblichen C-Jugend des TSV Schleißheim war die JSG Friedberg-Kissing zu Gast. Da die Gäste vor dem Spiel nur zwei Zähler mehr auf dem Punktekonto verbuchten, war das Ziel klar: mit einem Sieg in der Tabelle aufschließen.

Nach einem ausgeglichenen Beginn (3:3, 7.) waren es erstmals die Gäste, die sich über 3:5 (9.) und 4:6 (10.) ein wenig absetzen konnten. Schleißheim schlug jedoch zurück (7:7, 13.) und übernahm nach dem 8:8 (15.) mit einem 3:0-Lauf die Führung (11:8, 18.). Der TSV legte bis zum 15:10 (22.) konsequent nach und nahm einen verdienten 17:13-Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

Das Trainerteam zeigte sich mit dem ersten Spielabschnitt zufrieden und drehte nur an kleineren Stellschrauben. Vor allem die Stoßbewegungen und das Timing ließen noch Raum für Verbesserungen.

Nach Wiederanpfiff verteidigte die Heimsieben die Führung zunächst (20:16, 29.), ehe ein 0:6-Lauf das Ergebnis kippte (20:22, 33.). Die Trainer versuchten, mit ein paar kleineren Umstellungen die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen, und die folgenden Minuten verliefen wieder ausgeglichener (24:25, 39.). Drei weitere Tore schraubten den Rückstand jedoch auf 24:28 (42.) in die Höhe. Auch ein TimeOut konnte den Lauf der Gäste nicht stoppen. In den letzten Minuten stellte der TSV auf eine offene Manndeckung um. Diese brachte zwar noch einige Ballgewinne, doch man ließ die letzte Kaltschnäuzigkeit vermissen, um die Gäste nochmals ernsthaft in Gefahr zu bringen. Am Ende stand eine unglückliche 28:32 (17:13)-Niederlage.

„Wir waren zu statisch, sind zu schnell in zu viele Eins-gegen-eins-Situationen gegangen und haben dadurch in der zweiten Halbzeit zu wenig Druck auf Friedberg-Kissing ausüben können. Dazu war unsere Defensive nach der Pause zu löchrig. Elf Tore sind zu wenig, 19 Gegentore zu viel, um den Sieg nach Hause zu bringen. Bis auf die Schiedsrichterleistung, die bei uns deutlich besser war, gibt es leider viele Parallelen zum Deutschlandspiel – auch was die Auswechslungen und das zu späte TimeOut angeht.“, gab sich Trainer Dominik Stelzer selbstkritisch.

„Am Ende ist es natürlich sehr ärgerlich, weil wir es wieder verpassen uns für eine gute Halbzeit zu belohnen. Ich hoffe, dass bei den Spielerinnen die erste Halbzeit im Gedächtnis bleibt und sie daraus für die Zukunft lernen.“, ergänzt Trainer Moritz Popp.

Für den TSV Schleißheim spielten:
2 Ece (Tor) – 6 Nina, 9 Helli, 16 Sofia, 23 Beatrice, 27 Sarah, 31 Elena, 34 Matilda, 36 Sara, 46 Natana, 99 Emma S.
auf der Bank: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer

Direkt weiter zum Kantersieg der wC2

Für die Spielerinnen Beatrice, Matilda, Nina, Sara, Sofia und Trainer Dominik Stelzer ging es direkt nach Abpfiff weiter zum Auswärtsspiel der weiblichen C2-Jugend beim SC Kirchdorf e.V.. Der TSV Schleißheim war von Beginn an haushoch überlegen und gewann das Spiel am Ende hochverdient mit 21:49(8:19).

Für den TSV Schleißheim II spielten:
77 Helena (Tor) – 6 Nina, 10 Marie, 14 Sofie, 16 Sofia, 23 Beatrice, 24 Nisa, 28 Asya, 34 Matilda, 36 Sara, 84 Theresa
auf der Bank: A Dominik Stelzer, B Florian Niederlechner

Vorschau

Während die weibliche C1-Jugend ein spielfreies Wochenende vor der Brust hat, geht es für die C2 am Sonntag, den 25.01.2026 um 12:00 Uhr gegen den TSV Vilsbiburg weiter, der ebenfalls außer Konkurrenz antritt. Für die C1 geht es eine Woche später am Sonntag, den 01.02.2026 um 13:30 Uhr bei der JSG Fürther Land um die nächsten Punkte.