Männliche A-Jugend verliert dramatischen Handball-Krimi gegen HaSpo Bayreuth

Was für ein Handballabend in der Halle des TSV Schleißheim – und was für ein schmerzhaftes Ende. Die männliche A-Jugend lieferte sich im Heimspiel gegen HaSpo Bayreuth einen intensiven, hochklassigen Schlagabtausch, musste sich aber nach 60 Minuten mit 28:29 denkbar unglücklich geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fiel buchstäblich mit der Schlusssirene.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Früh übernahmen die Hausherren Verantwortung und gingen mehrfach in Führung, konnten sich jedoch zunächst nicht entscheidend absetzen. Bayreuth blieb stets dran, nutzte kleine Unaufmerksamkeiten konsequent aus und hielt die Partie bis zur Halbzeit vollkommen offen. Trotz guter Angriffsaktionen und einer starken Torquote ging es ohne klaren Vorteil in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und temporeich. Mitte der zweiten Hälfte schien der TSV Schleißheim das Momentum auf seiner Seite zu haben: Mit viel Druck im Angriff, sehenswerten Kombinationen und großem Einsatz in der Abwehr erspielte sich das Team einen Vorsprung von fünf Toren (25:20, 47. Minute). Alles schien auf einen Heimsieg hinauszulaufen. Doch es schlichen sich mehrere Fehler auf Schleissheimer Seite ein. Risikoreiche Anspiele auf den Kreis, inkonsequente Abschlüsse, ein vergebener 7-Meter.

HaSpo Bayreuth bewies Moral. Schritt für Schritt kämpften sich die Gäste zurück ins Spiel, profitierten von vergebenen Chancen und Unterzahlsituationen auf Seiten der Gastgeber. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. Schleißheim hielt dagegen und Lio konnte nach einem erfolglosen Angriff von Bayreuth in den verbleibenden 30 Sekunden nochmals ausgleichen.

Nur noch 8 Sekunden auf der Uhr. Schneller Anwurf durch Bayreuth. Ein Spieler setzte sich schon vor dem Anwurf weit in die Schleissheimer Hälfte ab, bekam den Ball, traf frei vor dem Tor und holte damit den denkbar knappen Sieg für Bayreuth. Leider nicht ganz regelkonform, aber wenn der Schiedsrichter nicht pfeift, dann zählt es leider. Stille in der Halle, großer Jubel bei Bayreuth und grenzenlose Enttäuschung bei den Schleißheimern, die für ihre starke Leistung nicht belohnt wurden.

Trotz der bitteren Niederlage kann die Mannschaft über weite Strecken stolz auf ihre Leistung sein. Einsatz, Teamgeist und spielerische Qualität stimmten über weite Strecken – am Ende fehlte lediglich das Quäntchen Glück und Cleverness. Jetzt gilt es, die Köpfe hochzunehmen und die positiven Aspekte mit in die kommenden Spiele zu nehmen.

Es spielten : Albert, Andy (3), Fabian (6), Jonas, Konstantin (5), Lionel (6), Petar, Tim, Tobias (7), Torben, Vincent (1) und Jake & Korbi im Tor

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