Die weibliche B-Jugend des TSV Schleißheim hat im Heimspiel gegen den SC Weßling ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und mit 33:15 (19:8) gewonnen. Zwei Spieltage vor Schluss untermauern die Mädels damit eindrucksvoll ihre Ambitionen im Meisterschaftsrennen.
Der Start gehörte zunächst den Gästen, die mit 0:1 in Führung gingen. Schleißheim fand aber schnell die passende Antwort: Aus einer stabilen Deckung heraus kamen die Mädels immer besser ins Laufen, nutzten ihr Tempospiel und drehten die Partie. Nach einigen konsequent zu Ende gespielten Angriffen lag der TSV über 6:3 und 9:8 vorne – noch ohne sich wirklich absetzen zu können, aber mit dem klaren Gefühl, der Kontrolle mehr und mehr zu übernehmen.
Dann folgte die stärkste Phase der ersten Halbzeit: Die Abwehr packte im Verbund deutlich aggressiver zu, half sich konsequent gegenseitig und zwang Weßling zu schwierigen Würfen. Was doch noch aufs Tor kam, wurde von Hannah entschärft. Vorne spielte Schleißheim jetzt wie aus einem Guss: Egal ob über den Rückraum, die Außen oder den Kreis – die Mannschaft fand immer wieder die richtige Lösung und nutzte ihre Chancen eiskalt. In dieser Phase legte das Team einen beeindruckenden Lauf hin und machte aus dem knappen 9:8 eine klare 19:8-Pausenführung.
„Wir wussten, dass Gilching nochmal straucheln könnte, daher war es wichtig, dass wir erstmal unsere Aufgaben meistern. Nachdem Moritz wegen einer Fortbildung etwas später kam, war das Ziel, dass wir bis zu seiner Ankunft einen Vorsprung auf der Anzeigetafel herausarbeiten und bis zur Halbzeit deutlich davonziehen. Die Vorgabe waren zehn Tore, die die Mädels am Ende toll umgesetzt haben, auch wenn Moritz schon etwas früher als geplant dazustieß.“ so Coach Stelzer zur Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Das Tempo wurde etwas dosierter, aber die Struktur blieb: Die Deckung stand weiterhin kompakt und im Angriff wurden die Angriffe geduldig vorbereitet, bis die klaren Lücken da waren. Auffällig: In der zweiten Halbzeit wechselte das Trainerteam viel durch, ohne dass der Spielfluss verloren ging – egal, welche Formation auf dem Feld stand, die Mannschaft blieb torgefährlich und baute den Vorsprung Schritt für Schritt weiter aus.
Gerade offensiv war der Auftritt sehr mannschaftlich geprägt: Zwar übernahmen einzelne Spielerinnen in bestimmten Phasen Verantwortung, doch insgesamt verteilten sich die Treffer auf viele Schultern. Ob aus dem Rückraum, über die Außenbahnen oder aus dem Gegenstoß – immer wieder waren es andere Gesichter, die sich in die Torschützenliste eintrugen. Dieses Breite machte es Weßling nahezu unmöglich, sich defensiv auf einzelne Spielerinnen zu fokussieren.
Die Bedeutung dieses Sieges geht dabei über die 50 Minuten hinaus: Nachdem der TSV Gilching gegen den TSV Partenkirchen verloren hat, liegt Schleißheim nun zwei Spieltage vor Schluss mit einem Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze. Auch der direkte Vergleich gegen Gilching auf der Habenseite – ein wichtiger Baustein im Titelrennen.
Trainer Moritz ordnete die Situation nach dem Spiel so ein:
„Wir freuen uns natürlich über die Tabellenführung, aber noch wichtiger ist für mich, wie wir heute als Mannschaft aufgetreten sind. Dass die Tore so breit verteilt waren, zeigt, wie viel Qualität in der ganzen Truppe steckt. Wenn wir diesen Teamgedanken und die Konsequenz aus den guten Phasen mit in die letzten beiden Spiele nehmen, haben wir eine richtig gute Chance, das am Ende zu unseren Gunsten zu entscheiden.“
Es spielten:
Hannah, Ece (beide Tor), Bruna, Melissa, Lisa, Lara, Lena, Sarah, Ida, Natana, Emma.
Trainer: Inge, Dominik, Moritz.

