Die weibliche B-Jugend des TSV Schleißheim hat ihr Heimspiel gegen den SC Wörthsee mit 22:15 (9:11) gewonnen – und sich damit einen Spieltag vor Schluss die Meisterschaft in der BOL-Staffel gesichert. Möglich wurde der vorzeitige Titel auch durch die Niederlage des direkten Konkurrenten aus Gilching in Dachau.
Der Start gehörte klar den Gästen. Wörthsee führte schnell 0:2, lag Mitte der ersten Halbzeit mit 4:7 vorne und nutzte Schleißheimer Fehler eiskalt aus. Zwar kämpften sich die Gastgeberinnen über mehr Einsatz in der Abwehr und einige gute Einzelaktionen immer wieder heran – beim 7:7 und 8:7 war die Partie sogar kurz gedreht – doch bis zur Pause schlug das Pendel wieder in Richtung Wörthsee aus. Mit einem 9:11-Rückstand ging es in die Kabine; vor allem vorne fehlte die Lust am Handball, was zu vielen technischen Fehlern führte.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Schleißheim zuerst nicht wirklich verbessert, doch man blieb auch dank starker Paraden immer in Schlagdistanz. In der 35. Minute beschloss das Team dann umzuschalten und den Tempohandball zu spielen, den die Trainer in der Kabine gefordert haben. Aus einem 14:15-Rückstand machte der TSV mit einem beeindruckenden 8:0-Lauf den 22:15-Endstand und ließ Wörthsee in den letzten Minuten komplett ohne Torerfolg.
„Die Körpersprache vor der Halbzeit war schlecht. Das Team hat nach der deutlichen Ansprache zur Pause eine Reaktion gezeigt. Folgerichtig konnten wir das Spiel fünf Minuten nach Wiederanpfiff ausgleichen. Kurz vor der Crunchtime war nochmal eine kritische Phase, wo beide Mannschaften sechs Minuten keinen Treffer erzielten. Da kann das Spiel gegebenenfalls nochmal kippen. In den letzten 15 Minuten kassieren wir kein Gegentor mehr, aber richtig gut waren nur die finalen zehn Minuten, die wir 6:0 gewinnen.“, war Trainer Dominik Stelzer nur mit dem Ende zufrieden.
Auffällig dabei: Die Tore verteilten sich sehr breit. Neben einer starken Rückraumachse, trafen auch die Außen und der Kreis immer wieder, sodass die Gästeabwehr nie wusste, von wo die nächste Gefahr kommt. Mehrere Spielerinnen übernahmen abwechselnd Verantwortung, was den mannschaftlich geschlossenen Auftritt im zweiten Durchgang unterstreicht.
Durch diesen Sieg und die Niederlage Gilchings in Dachau steht Schleißheim bereits einen Spieltag vor Saisonende als Meister fest. Trainer Moritz Popp brachte die Stimmung nach dem Spiel auf den Punkt:
„Glückwunsch an das Team! Nach der unglücklich verpassten Oberliga-Qualifikation ist der Titel auch die Bestätigung, dass man mit dem Ziel Oberliga nicht ganz falsch lag. Jetzt haben wir noch ein Spiel bevor der Fokus sich auf die neue Qualifikation richtet.“ Auch Stelzer ergänzte: „Glückwunsch zur Meisterschaft, die haben sich die Mädels verdient.“
Es spielten:
Hannah (Tor) – Helli, Melina, Bruna, Melissa, Lisa, Lena, Ida, Natana, Lili
Trainer: Dominik, Moritz

