Zum Abschluss der Punktspielrunde musste die weibliche B-Jugend des TSV Schleißheim noch einmal eine deutliche Niederlage hinnehmen. Beim TSV Weilheim unterlag der frischgebackene Meisterinnen mit 12:24 (6:10) – in einem Spiel, das vor allem vom schwachen Angriff der Gäste geprägt war.
Dabei begann die Partie zunächst noch ordentlich. Nach dem frühen 0:2-Rückstand kämpfte sich Schleißheim schnell auf 3:3 heran und war in der Anfangsphase noch gut im Spiel. Danach riss der Faden jedoch mehr und mehr. Im Angriff fehlten Tempo, Tiefe und Überzeugung in den Aktionen, dazu kam, dass Lara verletzungsbedingt ausfiel und damit eine wichtige Option im Rückraum fehlte. Auch einige Spielerinnen aus der wC, die kurz zuvor bereits dort im Einsatz gewesen waren, hatten verständlicherweise nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich schon viel investiert. So kam kaum Spielfluss auf, und Weilheim setzte sich bis zur Pause auf 10:6 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur phasenweise. Defensiv war das über weite Strecken noch in Ordnung, offensiv jedoch blieb Schleißheim zu harmlos, zu statisch und insgesamt zu fehleranfällig, um das Spiel noch einmal offen gestalten zu können. Weilheim nutzte die Ballgewinne konsequent, kam immer wieder zu einfachen Toren und baute den Vorsprung Schritt für Schritt aus. Dass Schleißheim am Ende nur auf zwölf Treffer kam, sagt viel über einen Nachmittag aus, an dem der Angriff nie wirklich zu seinem Spiel fand.
Erschwerend kam hinzu, dass Hannah nicht durchspielen konnte und zwischenzeitlich Unterstützung im Tor brauchte. Mit Bruna und Helena sprangen zwei Feldspielerinnen ein und halfen dort aus, wo die Mannschaft sie gerade brauchte – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt innerhalb des Teams, auch wenn es sportlich an diesem Tag nicht mehr für eine Wende reichte.
Trotz dieser Niederlage ändert das Spiel wenig am Gesamtbild einer starken Saison. Die Mannschaft hat sich über die Runde hinweg Schritt für Schritt entwickelt, viele enge Spiele mit Einsatz, Abwehrarbeit und großem Teamgeist für sich entschieden und sich die Meisterschaft verdient geholt. Auffällig war dabei immer wieder, dass das Team nicht nur von Einzelaktionen lebte: In vielen Spielen trugen eine kompakte Deckung, starke zweite Halbzeiten und breit verteilte Verantwortung im Angriff den Erfolg. Gerade dieser mannschaftliche Charakter war in dieser Saison ein echtes Markenzeichen.
Jetzt richtet sich der Blick nach vorne: Im April wartet die Qualifikation für die Regionalliga – und damit die nächste große Herausforderung. Die Liga-Runde hat gezeigt, dass in dieser Mannschaft viel Potenzial steckt, auch wenn an Tagen wie in Weilheim sichtbar wird, woran noch gearbeitet werden muss. Es wird darum gehen, die gewonnene Stabilität aus der Meisterschaftssaison mitzunehmen, offensiv noch variabler und mutiger zu werden und als Team mit dem neuen Jahrgang zusammenzuwachsen.
Trainer Moritz fasste es nach dem Spiel passend zusammen: „Heute hat vieles nicht gepasst. Einige Mädels hatten durch das C-Jugendspiel schon viel in den Beinen und im Kopf und man war im Angriff zu fehleranfällig. Trotzdem schmälert das nicht, was die Mannschaft in dieser Saison geleistet hat. Wir haben uns die Meisterschaft als Team verdient – und genau diesen Teamgeist wollen wir jetzt mit in die Regionalliga-Quali im April nehmen. Da ist es sehr hilfreich, dass fast alle, die aus der C-Jugend hochkommen schon Erfahrung bei der B-Jugend sammeln konnten. In der kurzen Vorbereitung wissen wir, woran wir arbeiten müssen, und ich bin überzeugt, dass die Spielerinnen voll mitziehen werden.“
Es spielten:
Hannah, Helena (2), Bruna (3/2), Melissa, Lisa (3), Lena, Sarah, Ida (4), Sara, Natana.
Trainerteam:
Inge, Moritz.

