wC1 unterliegen dem bayerischen Meister / wC2 gewinnen bei der JSG Eching-Neufahrn
Auf die Euphorie der Regionalliga-Qualifikation im Frühjahr und einer erfolgreichen Beachsaison im Sommer folgte im Winter die harte Realität. Zu dieser gehört, dass man es am Ende zu selten schaffte, das Potential über die gesamte Spielzeit auf den Platz zu bringen und nur einen Sieg in der Regionalliga 2025/26 erspielen konnte. Der TSV Schleißheim setzte nur auf ihre Eigengewächse und stach damit so ein wenig als kleines gallisches Dorf hervor, das sich gegen die mit Auswahlspielern gespickten Kader der Konkurrenz versuchte durchzusetzen. Alleine die Qualifikation für die höchste Spielklasse ist der Mannschaft somit schon sehr hoch anzurechnen. Mit Rückraumspielerin Emma N. (Knieverletzung) und Außenspielerin Finja (aufgehört) verlor man zudem zwei Leistungsträgerinnen im Laufe der Vorbereitung.
„Wir haben uns bewusst für den Weg mit unseren eigenen Spielerinnen entschieden, das ist für die Entwicklung der Mädels und des Vereins nachhaltiger.“, erklärte Trainer Dominik Stelzer, warum man nicht wie manch anderer Club bei der Konkurrenz wilderte: „Am Ende haben wir es bei den beiden Spielen gegen die JSG Friedberg-Kissing und im Rückspiel gegen den TSV München-Allach leider nicht geschafft, unser Potential über 50 Minuten abzurufen und somit den ein oder anderen möglichen Punkt mehr zu holen.“
Anders als am letzten Spieltag beim bayerischen Meister TSV EBE Forst United wäre in diesen Spielen sicher mehr drin gewesen, genauso wie beim starken Hinspiel zu Hause gegen den ESV 1927 Regensburg. „Die Topfavoriten waren sicher die JSG Fürther Land und TSV Ismaning, der TSV EBE Forst United lief ein wenig unter dem Radar, aber sie haben es über den Kampfgeist und Teamspirit geschafft sich in einen Rausch zu spielen und konnten sich völlig verdient den Titel sichern, herzlichen Glückwunsch nach Ebersberg!“, gratulierte der Trainer.
Im Duell Erster gegen Letzter war daher auch keine große Überraschung zu erwarten. Nachdem Ece ausfiel, stand zudem keine gelernte Torfrau zur Verfügung. Das Team versuchte beim letzten Spiel in der Regionalliga dennoch einen ordentlichen Saisonabschluss abzuliefern und mit Spaß zu absolvieren. Über weite Strecken gelang dies der Mannschaft auch recht ordentlich und man stemmte sich gegen den schier übermächtigen Gegner. Etwas mehr Konsequenz in der Defensive, sowie ein zielstrebigerer Zug zum Tor und abgezocktere Chancenverwertung hätten am Ende sicher zu einem etwas besseren Ergebnis, das durchaus möglich gewesen wäre, beigetragen. So schimmerte eine etwas zu hoch ausgefallene 40:16 (20:9)-Niederlage auf der Anzeigetafel.
„Auch wenn es vom Ergebnis nur minimal besser als das Hinspiel ausfiel (Anmerkung der Redaktion: 13:43, floss am Ende aber nicht in die Wertung mit ein) fühlte es sich von der Präsenz auf dem Feld und dem Kampfgeist der Mädels deutlich besser an. Erst als wir Mitte der zweiten Halbzeit müder wurden und zwei unglückliche Pfiffe gegen uns hatten, geriet der Spaßfaktor ein wenig ins Wanken.“, gab es versöhnliche Töne zum Abschluss.
Trainer Moritz Popp ergänzte: „Die Saison war rein Ergebnistechnisch nicht gut. Das überdeckt aber meiner Meinung nach die Entwicklung, die die Mannschaft und auch jede Spielerin gehen konnte. Fast jedes Spiel hatte gute Phasen und man konnte etwas für die Zukunft mitnehmen. Ich hoffe Rückblickend war diese Saison auch für die Spielerinnen eine gute Erfahrung.“
Für den TSV Schleißheim spielten:
9 Helli (teils 2. Halbzeit im Tor), 19 Anna, 23 Beatrice (teils 1. Halbzeit im Tor), 27 Sarah, 31 Elena, 34 Matilda, 36 Sara, 46 Natana, 99 Emma S. (teils 1./2. Halbzeit im Tor)
Auf der Bank: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer
Bereits am Samstag stand der Saisonabschluss der weiblichen C2-Jugend auf dem Programm. Gegen einen erwartbar starken Gegner nutze man das Spiel, um ein paar Formationen für die anstehenden Qualifikationen zu nutzen. Der Gastgeber von der JSG Eching-Neufahrn dachte ähnlich und so entwickelte sich für die unterste Liga der weiblichen C-Jugend ein äußerst attraktives und spannendes Handballspiel. Für den gebührenden Rahmen sorgten zudem einige Zuschauer und der gut pfeifende Schiedsrichter aus Palzing. Am Ende stand ein knapper und glücklicher 34:35 (17:19)-Erfolg. „Mitte der zweiten Halbzeit schlägt das Pendel Richtung Eching-Neufahrn aus, als sie mit vier Toren davonziehen (28:24, 38.), aber wir haben uns gut zurückgekämpft und das Spiel gedreht. Ein Unentschieden wäre sicher auch fair gewesen. Wichtiger als das Ergebnis ist jedoch, dass es einfach ein tolles Spiel war, das sicher allen in der Halle Spaß gemacht hat.“, war Trainer Dominik Stelzer glücklich mit dem Sieg, wusste aber auch wie knapp es hintenraus war.
Für den TSV Schleißheim II spielten:
2 Ece (Tor) – 10 Marie, 15 Salina, 19 Anna, 24 Nisa, 28 Asya, 31 Elena, 34 Matilda, 84 Theresa, 86 Leonie, 98 Leyla, 99 Emma S.
Auf der Bank: A Dominik Stelzer, B Sara
Am Ende einer langen Saison heißt es auch immer Danke zu sagen. In erster Linie sind hier die Eltern zu nennen, die ihre Mädels am Kampfgericht, dem Ordnungsdienst, am Ein-/Verkauf und bei den Fahren zu den Spielen unterstützen. Ohne dieses Engagement wäre es nicht möglich gewesen, mit zwei Mannschaften durch die Spielzeit zu kommen. Besondern hervorheben möchten wir hier Karo und Arne, die den Posten der Elternsprecher übernommen haben und das Trainerteam vor allem in Zukunft hier deutlich entlasten. Vielen herzlichen Dank!
Durchschnaufen? Fehlanzeige! Die Qualifikationsturniere werfen ihren Schatten Voraus. Für Anna, Beatrice, Ece, Elena, Emma S., Hannah F., Matilda, Nina und Sofia geht es zusammen mit dem Jahrgang 2013, die aus der D-Jugend nach oben kommen, am 11. April zu zum LEW-Cup 2026 nach Schwabmünchen und am 19. April in der ersten Qualifikationsrunde um die Regionalliga zum HT München nach Unterhaching. Dazu ziehen Emma N., Helli, Natana, Sara und Sarah in die weibliche B-Jugend hoch.


