Zweiter Weckruf half

wC: Luft zwischen 2. Platz und Ausscheiden war dünn // Update: Heimquali am Sonntag, den 03.05.

Acht Tage nach dem guten Abschneiden beim LEW-Cup 2026 (3. Platz) stand am Sonntag, den 19.04.2026 die erste Runde der Regionalliga-Qualifikation beim HT München an. Bereits um 09:00 Uhr traf sich die Mannschaft in der Hachinga Halle, um im großen Festsaal zu frühstücken. Ein herzlicher Dank gebührt dem Gastgeber, der uns dies ermöglicht hat.

Im ersten Spiel traf der TSV Schleißheim auf den ESV 1927 Regensburg, die man bereits vom Vorbereitungsturnier kannte. Entsprechend rechnete man sich gute Chancen auf einen erfolgreichen Auftakt aus. Dabei hatten die Trainer die Rechnung jedoch ohne ihr Team gemacht, das deutliche  Defizite in der Einstellung aufwies. Dass der ESV zudem mit einer (eigentlich unerlaubten) Einzelmanndeckung gegen Emma agierte und man so nie richtig ins Spiel fand, tat sein Übriges. Der TSV geriet mit 11:21 (6:11) unter die Räder. Ein deutlicher Weckruf in der Kabine folgte.

Dieser zeigte im zweiten Spiel direkt Wirkung. Schleißheim agierte deutlich wacher und war von Beginn an präsent. Bis zur Halbzeit konnte sich keine Mannschaft absetzen (6:6). Nach Wiederanpfiff übernahm der TSV mehr und mehr das Kommando und setzte sich mit einem 3:0-Lauf ab (9:6, 15.). Bis zum 11:9 (20.) stand das Spiel auf Messers Schneide, ehe ein erneuter Drei-Tore-Lauf das Duell entschied (14:9, 22.). Vor allem Ece hatte mit einigen starken Paraden einen hohen Anteil daran, dass Allach nicht mehr ins Spiel zurückkam. Mit dem 15:10 (6:6)-Erfolg meldete sich der TSV Schleißheim im Turnier zurück.

Im dritten Spiel wartete der Gastgeber HT München. Nach den bisherigen Ergebnissen war klar: Mindestens ein Punkt war nötig, um einem direkten Vergleich (Zweier- oder Dreiervergleich) mit Regensburg aus dem Weg zu gehen – in diesem Fall wäre das Zehn-Tore-Defizit aus dem Auftaktspiel „tödlich“ gewesen. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel zweier offensivstarker Mannschaften (6:6, 6.). Der HT nutzte eine Überzahlsituation eiskalt aus und legte erstmals vor (9:6, 8.), doch Schleißheim schlug vor der Pause zurück (10:10). Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau hoch, mit leichten Feldvorteilen für die Gastgeberinnen. In der „Crunchtime“ entschieden Kleinigkeiten: Freie Bälle konnten nach guten Abwehraktionen nicht gesichert werden  und in der Manndeckung in der Schlussphase agierte man zu weit weg von den Gegenspielerinnen. So setzte sich der leicht favorisierte HT am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 19:17 (10:10) durch.

Damit wurde die letzte Partie zum absoluten Endspiel. Mindestens ein Punkt musste her, um das Weiterkommen zu sichern. Aufgrund der langen Ausfallliste (Anna, Beatrice, Nina, Marie und Matilda fehlten wegen des Firmwochenendes) konnten die Trainer ihrer Mittelachse kaum Verschnaufpausen geben. Zudem hatte man mit jeweils nur einem Spiel Pause den härtesten Spielplan. Würde es sich rächen, dass man gegen den HT „All-In“ gegangen war, statt Kräfte für das vermeintlich leichtere Spiel zu schonen?
Die klare Antwort lautete: Nein! Schleißheim legte – trotz einem Spiel mehr in den Knochen – los wie die Feuerwehr und überrannte die überforderten Augsburgerinnen regelrecht. Über ein 2:4 (4.), 4:8 (8.) zog man zum 8:13-Halbzeitstand davon. Auch nach der Pause kontrollierte Schleißheim das Geschehen und stellte beim 11:19 (18.) die höchste Führung her. Am Ende sicherte sich das Team mit einem souveränen 16:22 (8:13)-Erfolg den zweiten Platz im Turnier.

1. Spiel: HT München – TSV München-Allach 10:8 (4:5)
2. Spiel: TSV Schleißheim – ESV 1927 Regensburg 11:21 (6:11)
3. Spiel: TSV Haunstetten – HT München 11:19 (6:8)

4. Spiel: TSV Schleißheim – TSV München-Allach 15:10 (6:6)
5. Spiel: ESV 1927 Regensburg – TSV Haunstetten 11:12 (8:4)
6. Spiel: HT München – TSV Schleißheim 19:17 (10:10)
7. Spiel: TSV München-Allach – ESV 1927 Regensburg 9:3 (6:2)

8. Spiel: TSV Haunstetten– TSV Schleißheim 16:22 (8:13)
9. Spiel: ESV 1927 Regensburg –HT München 6:12 (2:6)
10. Spiel: TSV München-Allach –TSV Haunstetten13:5 (8:1)

Für den TSV Schleißheim spielten:
2 Ece, 77 Helena (beide Tor) – 14 Sofie, 16 Sofia, 24 Nisa, 28 Asya, 31 Elena, 36 Leonie, 76 Hannah, 80 Aleyna, 99 Emma
Auf der Bank: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer, C Inge Schobert

Trainer Dominik Stelzer fiel ein Stein vom Herzen: „Wir hatten großes Vertrauen in unsere Spielerinnen und wurden vom unterirdischen Auftaktspiel eiskalt erwischt. Die Mädels haben aber eine tolle Reaktion gezeigt, sich die deutlichen Worte zu Herzen genommen und gemeinsam mit Leidenschaft gekämpft.“

„Ich bin sehr zufrieden mit den letzten drei Spielen. Wir hatten Glück, dass das verschlafene Spiel am Ende egal war. Insgesamt lässt sich auf den Leistungen heute und beim LEW-Cup aufbauen.“, ergänzte Trainer Moritz Popp.

Durch den zweiten Platz zieht der TSV Schleißheim in die zweite Runde der Regionalliga-Qualifikation ein. Hier empfängt die weibliche C-Jugend am Sonntag, den 03.05.2026 ab 10:00 Uhr die Aufsteiger SG Mintraching/Neutraubling (10:00 Uhr), TSV Weilheim (11:30 Uhr), sowie die Turniersieger JSG Fürther Land (13:45 Uhr) und den Drittplatzierten VfL Günzburg (16:00 Uhr) in der Jahnhalle.

Wir dürfen zudem auf die Heim-Qualifikation für die Oberliga der männlichen C-Jugend am Samstag, den 02.05.2026 ab 10:00 Uhr verweisen.

Beide Teams würden sich über zahlreiche Unterstützung in ihren Heim-Qualifikationen freuen. #alleindieHalle

Danke für die tollen Bilder: Michaela T.