wB verkauft sich phasenweise unter Wert // Oberliga bleibt realistisches Ziel
Die weibliche B-Jugend des TSV Schleißheim hat den Sprung in die nächste Runde der Regionalliga-Qualifikation verpasst und muss nun den Weg über die Oberliga-Qualifikation gehen. Nach einem gelungenen Auftakt gegen die JSG Friedberg-Kissing verlor der TSV in den Spielen gegen München Laim und Anzing den Faden. Der abschließende Auftritt gegen den späteren Turniersieger Fürther Land zeigte jedoch, dass die Mannschaft sportlich durchaus in diese Quali-Gruppe gehörte.
Der Start gelang zunächst vielversprechend. Gegen die JSG Friedberg-Kissing fand Schleißheim nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer besser ins Spiel. Aus einem 5:5 machte der TSV bis zur Pause ein 7:5 und setzte sich nach Wiederanpfiff Stück für Stück ab. Vor allem in der Schlussphase zeigte die Mannschaft die nötige Konsequenz und brachte den 17:11-Erfolg souverän ins Ziel. Der Auftakt war gelungen – doch die Sicherheit hielt nicht lange.
Gegen den SV München Laim folgte der Bruch im Turnier. Nach einem ausgeglichenen Beginn verlor Schleißheim zunehmend den Zugriff, agierte im Angriff zu hektisch und in der Deckung nicht konsequent genug. Aus dem 2:2 wurde bis zur Pause ein 4:9, nach dem Seitenwechsel fand der TSV nicht mehr zurück in die Partie. Das 11:20 war deutlich – und wirkte sichtbar nach.
Auch gegen den SV Anzing war der Laim-Knick zunächst noch spürbar. Schleißheim startete fahrig, lag schnell mit 1:5 zurück und ging mit einem 4:10 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel stellte das Trainerteam die Deckung um – mit Wirkung: Der TSV kam besser in die Zweikämpfe, erzwang Ballgewinne und brachte Anzing häufiger aus dem Rhythmus. Doch aus den zusätzlichen Möglichkeiten entstand zu wenig Ertrag. Vorne fehlten Ruhe und Konsequenz, mehrere gute Chancen blieben ungenutzt. So blieb die Aufholjagd aus, am Ende stand ein 9:15.
Der abschließende Auftritt gegen die JSG Fürther Land setzte dann den sportlichen Kontrapunkt. Gegen den späteren Turniersieger geriet Schleißheim zwar erneut früh in Rückstand, brach diesmal aber nicht weg. Nach einem 3:9 kämpfte sich der TSV zurück, stabilisierte sich und hielt die Partie in der zweiten Halbzeit offen. Das 13:17 änderte nichts mehr an der Platzierung, gab aber eine wichtige Erkenntnis mit: Wenn Schleißheim seine Leistung stabil auf die Platte bringt, ist die Mannschaft auch gegen Topgegner konkurrenzfähig.
Mit 2:6 Punkten blieb Schleißheim am Ende nur Rang vier. Angesichts der Auftritte gegen Laim und Anzing war das Ausscheiden aus der Regionalliga-Qualifikation nachvollziehbar. Gleichzeitig machte das Spiel gegen Fürther Land deutlich, dass die Mannschaft nicht chancenlos war – sondern vor allem an der eigenen Konstanz scheiterte.
- Spiel: SV Anzing – SV München Laim 11:13
- Spiel: TSV Schleißheim – JSG Friedberg-Kissing 17:11
- Spiel: JSG Fürther Land – SV Anzing 13:8
- Spiel: TSV Schleißheim – SV München Laim 11:20
- Spiel: JSG Friedberg-Kissing – JSG Fürther Land 9:17
- Spiel: SV Anzing – TSV Schleißheim 15:9
- Spiel: SV München Laim – JSG Friedberg-Kissing 14:11
- Spiel: JSG Fürther Land – TSV Schleißheim 17:13
- Spiel: JSG Friedberg-Kissing – SV Anzing 11:16
- Spiel: SV München Laim – JSG Fürther Land 10:13
Für den TSV Schleißheim spielten:
Hannah, Ece – Helli, Lisa, Lara, Lena, Sarah, Ida, Natana, Lilli
Auf der Bank: Moritz Popp, Dominik Stelzer, Inge Schobert
Trainer Dominik Stelzer ordnete das Turnier entsprechend ein: „Nach dem guten Auftakt war es sehr schade, dass uns das Laim-Spiel so aus dem Tritt gebracht hat und wir gegen Anzing den Schalter nicht so schnell wieder umlegen konnten. Das Match gegen Fürther Land war dann nochmal ein versöhnlicher Abschluss. Mit der Leistung aus der ersten und letzten Partie über das gesamte Turnier, hätte es sicher zum Weiterkommen gereicht. Jetzt ist das Ziel sich in der Oberliga-Quali zu behaupten und da den Einzug in den anstehenden zwei Runden perfekt zu machen.“
„Wir müssen das Turnier ehrlich einordnen: Gegen Laim und in der ersten Hälfte gegen Anzing haben wir nicht das gezeigt, was wir können. Dann reicht es in so einer Quali-Runde auch nicht für die Regionalliga“, sagte Moritz Popp. „Aber das Spiel gegen Fürther Land war wichtig, weil die Mädels gesehen haben, dass sie gegen starke Gegner mithalten können. Genau diese Leistung müssen wir jetzt konstanter abrufen. Dann ist die Oberliga ein absolut realistisches Ziel.“
In der nächsten Runde trifft der TSV Schleißheim am 10.05. auf den FC Bayern München, die JSG Gaißach/Bad Tölz, den SVA Palzing und die TSF Ludwigsfeld. Für Schleißheim geht es nun darum, die Lehren aus der ersten Quali-Runde mitzunehmen, die Schwankungen zu reduzieren und sich in den kommenden beiden Runden den Platz in der Oberliga zu sichern.

