Schleißheim stürmt mit Offensiv-Power in die nächste Runde / Heimquali am Samstag
Nach einer deutlichen Auftaktniederlage gegen den FC Bayern München schien der Quali-Tag für den TSV Schleißheim zunächst unter keinem guten Stern zu stehen. Doch die Mannschaft bewies Moral: Mit drei Siegen in Folge und einer beeindruckenden Tore-Bilanz sicherte sich der TSV souverän das Ticket für die nächste Oberliga-Qualifikationsrunde.
Der Start in das Turnier verlief alles andere als nach Plan. Gegen den FC Bayern fand der TSV offensiv überhaupt nicht zu seinem Rhythmus. Die gewohnte Spritzigkeit fehlte, und man musste sich am Ende deutlich mit 7:16 geschlagen geben. Warum ausgerechnet dieses Spiel so klar verloren ging, blieb auch nach Turnierende ein kleines Rätsel – schließlich sollte es der einzige Dämpfer des Tages bleiben.
Ab dem zweiten Spiel zeigte Schleißheim ein völlig anderes Gesicht. Gegen die JSG Gaißach/Bad Tölz agierte die Abwehr deutlich kompakter, und im Angriff wurden die Chancen konsequenter genutzt. Mit dem 15:9-Erfolg holte sich das Team nicht nur die ersten Punkte, sondern auch das nötige Selbstvertrauen zurück.
Richtig ins Rollen kam der TSV-Express dann gegen den SVA Palzing. Während Ece im Tor mit starken Paraden den Rücken freihielt, lief der Ball in der Offensive nun flüssig durch die Reihen. Mit schnellem Umschaltspiel und klaren Entscheidungen im Abschluss feierte Schleißheim einen ungefährdeten 22:8-Kantersieg.
Auch im letzten Spiel gegen die TSF Ludwigsfeld ließ die Mannschaft nichts mehr anbrennen. Die Entwicklung des Tages spiegelte sich perfekt in der Torausbeute wider: Nach mageren sieben Treffern zum Auftakt steigerte sich der TSV über 15 auf zweimal satte 22 Tore. Der 22:12-Sieg markierte den Schlusspunkt unter eine starke Leistungssteigerung.
Am Ende belegte Schleißheim Platz zwei hinter den ungeschlagenen Bayern – und das mit einer bemerkenswerten Statistik: Mit 66 Treffern stellte der TSV den torgefährlichsten Angriff des Turniers und untermauerte mit nur 45 Gegentoren seine Ambitionen auf die Oberliga.
„Nach dem ersten Spiel mussten wir kurz durchatmen, weil das gar nicht zu unserem eigentlichen Leistungsvermögen passte“, resümierte Trainer Moritz Popp: „Wir rätseln immer noch ein bisschen über den Bayern-Auftritt, aber die Reaktion der Mädels war klasse. Von Spiel zu Spiel wurden wir mutiger und konsequenter. Das zeigt, welches Potenzial in dieser Truppe steckt.“
„Es war schön zu sehen, wie sich die Mädels als Team aus dem Tief herausgezogen haben und noch stärker füreinander eingestanden sind. Sie haben sich gegenseitig aufgebaut und motiviert, so dass die Körpersprache und der Glaube an die eigene Stärke von Minute zu Minute im Turnier besser wurde.“, lobte Trainer Dominik Stelzer vor allem den Teamgeist.
Für den TSV Schleißheim spielten:
2 Ece (Tor) – 9 Helli, 16 Melissa, 17 Lisa, 21 Lara, 27 Sarah, 30 Ida, 31 Elena, 46 Natana, 93 Lilli
Auf der Bank: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer, C Bruna
Mit diesem Schwung geht es nun in die nächste Runde. Das Ziel Oberliga bleibt fest im Visier – wenn es dem TSV gelingt, die Form der letzten drei Spiele von Beginn an auf die Platte zu bringen.
Am Samstag, den 16. Mai 2026 richtet der TSV Schleißheim die entscheidende Runde der BHV-Qualifikation (wB OL R3 T5) aus, bei der die weibliche B-Jugend auf den TSV Vaterstetten (10:00 Uhr), die JSG Nürnberger Land (11:30 Uhr), sowie den ESV 27 (13:45 Uhr) und die SG Regensburg (16:00 Uhr) trifft. Die Mannschaft strebt beim Heimturnier den Einzug in die Oberliga an und hofft auf Unterstützung.


