wB: Triebwerksausfall, Lizenzentzug und der große Hangar-Streik
Flugnummer: BHV-Quali-2026-wB-OL-R3T5
Passagiere: Weibliche B-Jugend
Flugstatus: Schmerzhafter Absturz aus den Wolken – Notlandung in der ÜBOL statt First Class in der Oberliga.
Sehr geehrte Fluggäste, Damen und Herren,
wir bedanken uns, dass Sie sich am vergangenen Samstag für den interregionalen Rundflug mit Schleißheim Airways entschieden haben. Kapitän und Crew bitten die entstandenen Unannehmlichkeiten, den extremen Druckabfall in der Kabine und das eklatante Versagen des Bordunterhaltungsprogramms tiefgründig zu entschuldigen.
Der Schmerz sitzt tief. Nach Auswertung der Flugdaten müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass uns die Luftaufsichtsbehörde die Lizenz für den elitären, fest angepeilten Oberliga-Luftraum knallhart verweigert hat. Statt Champagner in der First Class wartet nun die harte Realität am Boden.
Der Fachkräftemangel im eigenen Hangar
Ehrlicherweise müssen wir einräumen, dass das Desaster bereits am Boden begann. Aufgrund eines akuten Personalengpasses in der Kabinencrew mussten wir mit Hannah C., Lisa (Flug 1+2), Ida, Sarah und Melissa auf wichtige Stammkräfte verzichten. Der eklatante Mangel wurde kurzfristig mit hochmotivierten Auszubildenden aus der C-Jugend-Akademie kaschiert. Um eine Überlastung zu vermeiden, wurden die Nachwuchskräfte bei Flug 4 komplett geschont. Sie mussten am Sonntag einen ebenso wichtigen Flugtag in ihrer eigenen Leistungsklasse absolvieren.
Gleichzeitig drohte beim Bodenpersonal der absolute Kollaps. Dies führte zu drastischen Engpässen beim Bordservice (Hallenverkauf), der Flugsicherheit (Ordnungsdienst) und in der Technik (Kampfgericht). Der Notstand war so groß, dass die Kapitäne (Trainer) bei drei Flügen der Konkurrenz selbst am Radarschirm der Technik aushelfen mussten, statt ihre eigene Flotte vor dem Sturzflug zu bewahren. Immerhin bekamen sie in der Flugtechnik kurzfristig Unterstützung von zwei externen Hilfsarbeitern aus den Herren 1 und 2. Ein riesiger Dank gilt hierbei auch den wenigen, unermüdlichen Eltern vor Ort: Als treue Notfall-Bodencrew haben sie die massiven Personalengpässe mit herausragendem Einsatz aufgefangen und das Chaos am Boden bis zum Schluss perfekt kaschiert.
Hier ist das offizielle Logbuch unserer denkwürdigen 24-Minuten-Kurzstreckenflüge (jeweils 2x 12 Minuten absolute Atemnot):
10:00 Uhr – Flug SH 516: Totalausfall beim Take-Off (5:16 gegen TSV Vaterstetten)
Der Abflug verzögerte sich mental komplett. Direkt nach dem Start wurden wir von einem schweren Hagelschauer getroffen. Zur ersten Zwischenlandung (Halbzeit: 2:7) verweigerten die Triebwerke komplett den Dienst. Die Passagiere klammerten sich am Ende bei einem herben 5:16 panisch an ihre Sitze. Der Bordservice wurde aus Sicherheitsgründen eingestellt. Eine klassische Bruchlandung direkt auf der Startbahn.
11:30 Uhr – Flug SH 108: Turbulenzen im mittelfränkischen Luftraum (8:10 gegen JSG Nürnberger Land)
Nach einer kurzen Standpauke im Cockpit schöpften die Optimisten wieder Hoffnung. Zwar lagen wir beim Pausen-Check (Halbzeit: 3:7) wieder hinten, doch die Fluglage stabilisierte sich danach spürbar. In den zweiten 12 Minuten geriet die Maschine dennoch in unerwartete Luftlöcher (technische Fehler). Am Ende fehlte schlicht der Treibstoff, um das Ding zu drehen. Mit 8:10 rutschten wir haarscharf an der Landebahn vorbei ins Unterholz.
13:45 Uhr – Flug SH 416: Der absolute Sturzflug (4:16 gegen ESV 27 Regensburg)
Gegen den späteren Turniersieger halfen weder Gebete noch die Schwimmwesten unter den Sitzen. Bereits zur Halbzeit (2:8) war der Rumpf komplett durchlöchert. Nur vier eigene Treffer in der gesamten 24-minütigen Flugzeit deuten darauf hin, dass die Cockpit-Besatzung alle sechs Minuten kurz aufgewacht ist, um den Autopiloten zu suchen. Das Bordbistro meldete Totalverlust, die verbliebene Crew reichte Schnaps statt Tomatensaft.
16:00 Uhr – Flug SH 116: Die Notlandung auf der Felge (16:11 gegen SG Regensburg)
Als das verbliebene Bodenpersonal bereits die Bergungstrupps aktivieren wollte, bewies die Rumpf-Crew echten Überlebenswillen. Zur Halbzeit lag man völlig überraschend mit 8:5 vorne – der Autopilot funktionierte plötzlich! In den finalen 12 Minuten des Turniers griffen auch die Bremsen (Abwehr) wieder. Mit einem fulminanten 16:11 rettete die Mannschaft die Blackbox und verhinderte den absoluten Totalverlust. Die Passagiere klatschten – vor allem, weil man dem brennenden Wrack gerade noch entkommen war.
Die Flugbesatzung:
2 Ece (Tor, Flug 1-3) – 6 Nina (Flug 1-3), 9 Helli (Flug 4 teilweise im Tor), 15 Hannah, 17 Lisa (Flug 3+4), 21 Lara, 23 Beatrice (Flug 1-3), 25 Lena, 31 Elena (Flug 1-3), 46 Natana (Flug 4 teilweise im Tor), 93 Lilli
Die Kapitäne im Cockpit: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer, C Bruna
Nach dem Lizenzentzug der Luftfahrtbehörde waren die Piloten sichtlich bedient: „Die Besatzung war gut genug aufgestellt, um die Flüge zu meistern. Uns fehlte vor allem beim zweiten Flug die ‚jetzt erst Recht‘-Mentalität. Als die Crew diesen Schalter endlich umlegen konnte, war es leider schon zu spät. Man schaffte es zwar immer wieder, sich das Vertrauen der Passagiere zurückzuerobern, riss dieses aber mit dem nächsten Fauxpas sofort wieder ein.“
Neuer Kurs: Abflug in den Beach-Luftraum und Jagd auf die Bundeslizenz
Wer Schleißheim Airways kennt, weiß jedoch: Wir bleiben nicht lange am Boden zerstört. Die Flotte wechselt ab kommender Woche das Element. Das Ziel lautet nun Beachhandball, wo wir nichts Geringeres als eine deutschlandweite Fluglizenz (die Qualifikation zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft) anpeilen!
Die Triebwerke werden ab sofort bei intensiven Wartungsarbeiten im Sand neu justiert, um sämtliche Softwarefehler auszuräumen. Neben Testflügen im heimischen Hangar stehen bereits Einsätze in den nahegelegenen Lufträumen von Ismaning und Königsbrunn auf dem Flugplan. Für das ultimative Feintuning ist sogar ein echter Luftwechsel geplant: Die Route führt uns zu zwei strategischen Turnieren ins benachbarte Baden-Württemberg.
Der Traum von der First Class ist in der Halle zwar vertagt, im Sand greifen wir aber erst recht nach den Sternen. Bitte bleiben Sie so lange angeschnallt, bis die Mannschaft das Zittern eingestellt hat.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen – der nächste Abflug kommt bestimmt.

