wC qualifiziert sich das dritte Jahr in Folge auf Verbandsebene
Fast schon traditionell traf sich die weibliche C-Jugend am Sonntagmorgen in der heimischen Jahnhalle zum gemeinsamen Frühstück vor der letzten und entscheidenden Runde der Oberliga-Qualifikation. Diese Runde hatte es in sich, denn nur zwei der fünf Mannschaften sollten sich für die zweithöchste Spielklasse qualifizieren. Im Anschluss ging es dann nach Fürstenfeldbruck.
Im ersten Spiel trafen die Schleißheimerinnen auf den TSV Ottobeuren. Zu Beginn war noch ordentlich Sand im Getriebe. Es war zu wenig Mut und Bewegung in den Aktionen und es dauerte u.a. durch einen verworfenen Siebenmeter und einigen liegengelassenen Chancen rund sechseinhalb Minuten bis zum ersten Treffer (1:3, 7.). In der Folgezeit brachte Schleißheim etwas mehr Klarheit in die Aktionen, sodass die restliche Halbzeit ausgeglichen verlief. Mit einem 4:6-Rückstand wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff agierte der TSV temporeicher und druckvoller, was zu mehr klaren Torchancen führte, die nun auch konsequenter abgeschlossen wurden. In der 17. Minute wurde das Spiel mit einem 3:0-Lauf endgültig gedreht (10:9). Ottobeuren fand auf die Rückstände meist im Gegenzug sofort eine Antwort. Erst als die Allgäuer beim Stand von 13:12 einen Siebenmeter verwarfen, zog Schleißheim auf zwei Tore davon (14:12, 23.) und brachte dieses Polster über die Zeit – Endstand: 15:13.
Nach einem Spiel Pause traf man auf den HT München II. Der TSV zog über 2:0 (2.), 4:1 (5.) bis auf 9:3 (10.) davon und fuhr einen ungefährdeten 16:10 (9:4)-Start-Ziel-Sieg ein. Das Trainerteam hatte dabei aufgrund des eng getakteten Spielplans auch die Belastungssteuerung im Hinterkopf.
Durch das Unentschieden zwischen Altötting und Bruck hatte man gegen den TuS Fürstenfeldbruck die Oberliga-Qualifikation bereits in der eigenen Hand. Es fehlte jedoch von Beginn an völlig der Zugriff gegen die quirligen Gastgeberinnen. Die Anfangsphase verschlief Schleißheim (1:4, 3.), kam zwar dann auf 4:5 (6.) heran, um Bruck im weiteren Spielverlauf wieder ziehen zu lassen (5:10, 10.). Bis zur Pause konnte Schleißheim durch zwei wichtige Treffer den Rückstand verkürzen (7:10). Eine Umstellung in der Defensive brachte nach Wiederanpfiff mehr Stabilität und beim 9:10 war der Anschluss schnell wieder hergestellt (14.). Leider verpasste man in dieser Phase wichtige Treffer von den Außenpositionen und aus dem Gegenstoß, was Bruck eiskalt mit dem 9:13 (17.) bestrafte. Der TuS spielte seine Angriffe nun seelenruhig aus und nahm dabei viel Zeit von der Uhr. Zwar schaffte man mit dem 12:14 (22.) nochmal kurz vor Ende den Anschluss, für mehr sollte es aber nicht reichen. Am Ende stand eine 13:16-Niederlage.
Trainer Dominik Stelzer haderte: „Fürstenfeldbruck hat unsere Fehler eiskalt bestraft und die Gegebenheiten clever ausgenutzt. Sie haben das Spiel am Ende verdient gewonnen. Uns hat ein wenig die Cleverness und das Quäntchen Glück in den entscheidenden Phasen gefehlt, um das Spiel noch zu drehen. Wir hätten die Abwehr schon vor der Pause umstellen müssen, das ärgert mich persönlich.“
Der TSV hatte im Endspiel gegen den TV Altötting alles in der eigenen Hand. Es entwickelte sich von Beginn an ein hochklassiges und flottes Handballspiel in dem sich beide Mannschaften offensiv nichts schenkten. Lediglich die Defensivreihen hatten den Anpfiff verpasst und waren mit dem enormen Tempo und der Variabilität im Angriffsspiel auf beiden Seiten überfordert. Schleißheim verpasste aus den zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führungen mehr Kapital zu schlagen, so dass es mit einem knappen 13:12-Vorsprung in die Halbzeit ging. 25 Tore in zwölf Minuten. Die zahlreichen Zuschauer quittierten das Spektakel auf der Platte mit Standing Ovations, die die Spielerinnen auf dem Weg in die Kabinen begleitete. Die Trainer lobten das Tempo und die vielen guten Angriffslösungen. „Das war saugeiler Handball!“, freute sich Stelzer und motivierte sein Team: „Wir haben jetzt Anwurf und ziehen gleich auf zwei Tore davon, dann erobern wir uns den Ball und legen direkt nach. Auf geht’s Mädels!“ Gesagt, getan, kurze Zeit später stand es 15:12 (14.). Auf den 15:13-Anschlusstreffer folgte ein 4:0-Lauf zum vorentscheidenden 19:13 (21.). Die Umstellung in der Defensive fruchtete: Aus dem Offensivspektakel mit offenem Visier wurde ein unbändiger Fight um jeden Zentimeter am eigenen Torraum. Mit einem hochverdienten 20:15-Erfolg sicherte sich der TSV Schleißheim die Qualifikation für die Oberliga.
„Man muss der Mannschaft ein riesen Kompliment aussprechen. Obwohl sie die kürzere Pause und ein Spiel mehr als Altötting in den Knochen hatten, sind sie dieses Tempo gegangen und haben jeden notwendigen Meter in der Defensive abgerissen! Wir haben nur drei Gegentore in der zweiten Halbzeit zugelassen. Das war ein toller Auftritt zum Abschluss der Hallensaison. Die Mädels können wirklich Stolz auf ihre Leistung sein!“, honorierte Stelzer die Willensleistung.
Für den TSV Schleißheim spielten:
2 Ece, 77 Helena (beide Tor) – 14 Sofie, 16 Sofia, 19 Anna, 23 Beatrice, 24 Nisa, 28 Asya, 31 Elena, 80 Aleyna, 99 Emma
Auf der Bank: A Moritz Popp, B Dominik Stelzer
Jetzt heißt es erstmal Füße hochlegen und … ach ne, Moment mal: Nichts ist mit Entspannung, man verliert lediglich das Dach über dem Kopf und der Untergrund wird gewechselt, denn wir starten direkt in die Vorbereitung auf die Beachsaison 2026. Dort spielt man als Beach Bazis die bayerische Beachtour.
„Ich bin froh, dass wir am Ende unser Ziel erreicht haben. Darauf können die Spielerinnen stolz sein. Drei Qualifikationsrunden sind mit ihren Höhen und Tiefen köperlich und mental sehr anspruchsvoll und für das erreichen des Ziels Oberliga als Team muss man den Mädels ein großes Kompliment aussprechen.“, ergänzte Trainer Moritz Popp: „Und jetzt freue ich mich, genauso wie alle anderen, so richtig auf den Sand.“
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen … außer vielleicht ein paar erschöpfte Bilder nach dem letzten Spiel:


Fotos: Özgür T.
Fortsetzung folgt …


